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Breathing

Die Essenz der Buteyko-Atemmethode entschlüsselt

Vor Jahrzehnten lebte ein Mann namens Konstantin Buteyko. 1923 in Kiew geboren, erlebte er den Zweiten Weltkrieg und zog anschließend nach Moskau, um Medizin zu studieren. Doch was hat dieser Mann mit dem Atmen zu tun?

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July 23, 2026
Die Essenz der Buteyko-Atemmethode entschlüsselt

Gesundes Atmen

Vor Jahrzehnten lebte ein Mann namens Konstantin Buteyko. 1923 in Kiew geboren, erlebte er den Zweiten Weltkrieg und zog anschließend nach Moskau, um Medizin zu studieren. Doch was hat dieser Mann mit dem Atmen zu tun? Nun, Buteyko interessierte sich für den Zusammenhang zwischen Atmung und Gesundheit. Er bemerkte, dass kranke Menschen zu schwer atmeten. Anstatt davon auszugehen, dass Krankheit zu schwerem Atmen führt, fragte er sich, ob es vielleicht umgekehrt sein könnte. So entstand die Buteyko-Atemmethode. In diesem Blog stelle ich Ihnen einige Übungen vor, die Sie ganz einfach zu Hause durchführen können. Sind Sie bereit?

Tief durchatmen – oder lieber nicht?

Viele glauben, dass tiefes Einatmen die Sauerstoffversorgung verbessert, doch die Wissenschaft sieht das anders. Zu tiefes Atmen kann dazu führen, dass der Körper zu viel Kohlendioxid verliert. Dies liegt am sogenannten Bohr-Effekt, der 1904 erstmals vom dänischen Biochemiker Christian Bohr beschrieben wurde. Er bewirkt, dass unsere roten Blutkörperchen den Sauerstoff festhalten, anstatt ihn abzugeben. Genau hier setzt die Buteyko-Atemmethode an. Es geht darum, ein sanftes, ruhiges und nasales Atemmuster zu entwickeln, bei dem das Zwerchfell effizient genutzt wird.

Machen Sie Ihre Nase frei!

Ich kann gar nicht genug betonen, wie wichtig die Nasenatmung ist – auch bei Ihrem täglichen Eisbad. Es ist definitiv nicht ratsam, mit verstopfter Nase ins kalte Wasser zu steigen. Aber was tun, wenn die Nase zu ist? Natürlich können Sie versuchen, sie durch Schnäuzen, Spülen, Inhalieren oder Sprays zu befreien. Probieren Sie zur Abwechslung aber mal diese Übung: Setzen Sie sich aufrecht hin, atmen Sie ganz normal, schließen Sie den Mund, atmen Sie sanft durch die Nase aus und halten Sie sich beide Nasenflügel zu. Halten Sie den Atem an und nicken Sie mit dem Kopf, bis Sie einen deutlichen Atemreiz verspüren! Lassen Sie die Nase los, halten Sie sich gegebenenfalls die Hand vor den Mund und atmen Sie durch die Nase ein. Atmen Sie danach mindestens 30 bis 60 Sekunden lang ruhig weiter. Wiederholen Sie die Schritte bei Bedarf.

Angenehme Atemanhaltezeit

Nachdem Sie die Nase frei gemacht haben, können Sie Ihre „Control Pause“ (CP) messen. Dies ist ein einfacher Test, um die allgemeine Atemgesundheit und den Fortschritt zu beurteilen. Führen Sie diesen Test niemals in einem Eisbad durch! Legen Sie eine Stoppuhr bereit, setzen Sie sich aufrecht hin und atmen Sie ganz normal durch die Nase ein und aus. Halten Sie sich nach dem Ausatmen die Nase zu, pausieren Sie die Atmung und starten Sie gleichzeitig die Stoppuhr. Spüren Sie den Atemreiz? Dann atmen Sie ruhig durch die Nase ein, stoppen Sie die Uhr und notieren Sie die Zeit. Wenn sich Ihre Atmung danach verändert, etwa tiefer oder schneller wird, war die Pause zu lang. Warten Sie ein paar Minuten und versuchen Sie es erneut.

Ergebnis

Wenn das Ergebnis dauerhaft unter etwa 20 Sekunden liegt, ist es ratsam, Ihre Atmung genauer zu betrachten. Wo atmen Sie hin? Wie (stark) atmen Sie? Ist Ihre Atmung hörbar? Haben Sie Symptome, die auf eine (chronische) Hyperventilation hindeuten könnten? In diesem Fall ist es hilfreich, einen Hausarzt, Logopäden oder Physiotherapeuten aufzusuchen. Bitte beachten Sie jedoch, dass nicht jeder medizinische Fachmann auf Atemprobleme spezialisiert ist.

Weniger atmen

Der Kern der Buteyko-Atemmethode besteht darin, weniger zu atmen. Eine einfache Übung ist es, eine kurze Pause zwischen dem Aus- und Einatmen einzulegen. Machen Sie das dreimal täglich für fünf bis zehn Minuten. Sie können auch versuchen, durch ein Nasenloch zu atmen, indem Sie mit dem Fingerknöchel das verstopftere Nasenloch zuhalten. Vielleicht verspüren Sie einen leichten „Lufthunger“ – das ist völlig normal, da Sie weniger atmen. Versuchen Sie, Gähnen oder Seufzen zu ignorieren. Steigern Sie die Übungen langsam; sie sollten sich nicht extrem unangenehm anfühlen. Bei einem niedrigen CP-Wert wird dringend empfohlen, diese Übungen unter Anleitung eines Atemspezialisten, wie eines Logopäden oder Physiotherapeuten, durchzuführen.

Neugierig geworden? Halten Sie Ausschau nach meinen nächsten Blogbeiträgen, in denen ich tiefer in die faszinierende Welt der Atmung eintauche!

Genießen Sie die Kälte,

Iris de Kock

Logopädin, Atem- und Stimmtrainerin

Folgen Sie mir auf: @iris.dekock

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