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Der Unterschied zwischen einem Eisbad und einer kalten Dusche
Ob Sportler, Biohacker oder einfach jemand, der das Beste aus der Kältetherapie herausholen möchte: Regelmäßige Eisbäder bieten zusätzliche Vorteile. Dieser Artikel erläutert die Unterschiede zwischen einer kalten Dusche und einem Eisbad, einschließlich Temperatur, Mindset, vollständigem Eintauchen und dem Training des Gefäßsystems. Zudem werden die potenziellen Vorteile für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden beleuchtet.

Es mag verrückt klingen, aber den Körper für kurze Zeit extremer Kälte auszusetzen, ist gesund für Sie. Auch wenn Sie anfangs vielleicht nicht daran denken möchten, verbessert es Ihr Wohlbefinden und Ihre Gesundheit erheblich. Viele Sportler, Läufer, Biohacker und andere wissen das und nehmen bereits täglich Eisbäder, um ihre Gesundheit zu fördern.
Aber müssen Sie wirklich in ein Eisbad steigen? Reicht nicht auch eine kalte Dusche? Das ist natürlich möglich, und auch eine kalte Dusche hat ihre Vorteile. Dennoch gibt es einige Unterschiede zwischen einem Eisbad und einer kalten Dusche.
Der größte Unterschied: Die Temperatur
Der größte und offensichtlichste Unterschied zwischen einer kalten Dusche und einem Eisbad ist die Temperatur.
In einer Eiswanne oder einem Eisbad sorgt ein Kühlsystem dafür, dass das Wasser eine konstant niedrige Temperatur behält. Diese beginnt bei 3 Grad und kann bis auf 38 Grad eingestellt werden.
Das ist deutlich kälter als Leitungswasser. Die Temperatur in der Dusche lässt sich nicht weiter senken. Wie kalt das Leitungswasser ist, hängt von der Außentemperatur und der Tiefe ab, aus der es gefördert wird. Laut unserem nationalen Wasserversorger Vitens liegt die Durchschnittstemperatur zwischen 12 und 15 Grad.
Im Sommer ist das Wasser wärmer als im Winter. In einem Icetub können Sie die Temperatur deutlich weiter absenken.
Mindset
Je kälter die Temperatur, desto wichtiger ist Ihr Mindset. Der Einstieg in ein eiskaltes Bad versetzt Ihren Körper in einen Schockzustand. Ihr Körper entwickelt einen natürlichen Fluchtreflex, und Sie möchten das Wasser so schnell wie möglich wieder verlassen. Es ist wichtig, diesem Impuls nicht nachzugeben. Das Gefühl wird von selbst erträglich. Sie können dies unterstützen, indem Sie sich auf Ihre Atmung konzentrieren. Sobald Sie sich an die Kälte gewöhnt haben, ist ein Eisbad gar nicht mehr so schlimm.
Denken Sie zum Beispiel an die Wim-Hof-Methode. Wir alle haben davon gehört. Mit Hilfe seiner Atemübungen und Meditation beeinflusst er das vegetative Nervensystem und versetzt den Körper in einen aktiven Zustand. Durch diese Methode erzeugt er einen hohen Cortisolspiegel im Blut. In Kombination mit der extremen Kälte sorgt die Wim-Hof-Methode dafür, dass im Körper praktisch keine Entzündungsproteine mehr vorhanden sind. Das ist eine Erklärung dafür, warum man sich nach einem Eisbad besser fühlt.
Es ist wichtig, beim Eisbaden immer auf den eigenen Körper zu hören. Steigern Sie sich langsam, und Sie werden feststellen, dass Sie die Kälte immer länger aushalten können. Wenn Sie Ihren Fluchtreflex überwinden und merken, dass Sie wirklich raus wollen, bleiben Sie nicht um jeden Preis sitzen. Sie trainieren Ihren Körper, und beim nächsten Mal werden Sie wahrscheinlich länger im Eisbad bleiben können. Eine kalte Dusche ist deutlich weniger kalt und intensiv als ein Eisbad. Sie ist einfacher durchzuführen und erfordert keine spezielle Atemtechnik oder ein bestimmtes Mindset.
Vollständiges Eintauchen
Bei einer kalten Dusche stellen Sie sich unter kalte Wasserstrahlen, in einem Eisbad tauchen Sie vollständig ein. Eine kalte Dusche umschließt Sie nie vollständig mit Kälte. Es gibt immer Körperstellen, die nicht komplett von der Kälte bedeckt sind.
Das macht es noch schwieriger, sich der Kälte hinzugeben. Wenn Sie vollständig eintauchen in ein Eisbad, bildet sich eine Schicht aus warmem Wasser um Sie herum. Diese warme Schicht entsteht durch den Kontakt Ihrer Haut mit dem Wasser. Das passiert jedoch nur, wenn Sie still sitzen. Denn sobald sich das Wasser bewegt, ist dies nicht möglich. Bewegtes Wasser in einem Eisbad ist daher deutlich schwerer auszuhalten.
Training unseres Gefäßsystems
Unser Gefäßsystem besteht aus all unseren Blutgefäßen. In dem Moment, in dem wir eine kalte Dusche nehmen oder ein Eisbad machen, wird dieses System aktiviert und trainiert. Wenn Sie dies 10 Tage lang tun, werden Sie feststellen, dass Ihre Herzfrequenz deutlich sinkt. Um bis zu 15 bis 30 Schläge pro Minute. Dieser Zustand hält 24 Stunden an und führt zu weniger Stress.
Der Unterschied zwischen einem Eisbad und einer kalten Dusche
- Die Wassertemperatur eines Eisbads ist kälter als die einer Dusche.
- In einem Icetub können Sie vollständig in kaltes Wasser eintauchen. Die kalten Strahlen der Dusche treffen immer wieder auf verschiedene Körperstellen. Wenn Sie vollständig eingetaucht sind, ist es einfacher, sich an die Kälte zu gewöhnen.
- Wenn Sie sich in Wasser unter 10 Grad begeben, ist eine Atemtechnik erforderlich.
- Die gesundheitlichen Vorteile von kaltem Wasser beginnen ab 15 Grad.
Dusche oder Eisbad?
Wenn Sie also lediglich einige gesundheitliche Vorteile der Kältetherapie nutzen möchten, ist eine kalte Dusche völlig ausreichend, insbesondere im Hinblick auf unser Gefäßsystem. Wenn Sie jedoch Sportler, Biohacker oder jemand sind, der mehr aus der Kältetherapie herausholen möchte, sollten Sie regelmäßig ein Eisbad nehmen, um weitere Vorteile zu erfahren. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Eintauchen in etwa 10 Grad kaltes Wasser eine positive Wirkung hat.

















